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Ein Kunsttagebuch von Stephanie Hauschild
 

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Ein Besuch im Schlossmuseum

Vor einigen Tagen habe ich nach über zehn Jahren wieder einmal das Darmstädter Schlossmuseum besucht. Nachdem die Darmstädter Madonna von Hans Holbein zunächst ins Städel ausgeliehen und später an die Sammlung Würth verkauft wurde, hatte ich eigentlich keinen Grund mehr das Schloss zu besuchen. Zumal es nur am Wochenende geöffnet und nur mit einer Führung zugänglich war. Die Führung damals war zwar o.k., soweit ich mich erinnere, aber ich mache mir eigentlich lieber selbst ein Bild von einer Sammlung oder einer Ausstellung.

Wochenendöffnung und Führungspflicht gibt immer noch im Schlossmuseum, dennoch war ich nach der langen Zeit neugierig auf das Museum. Vergessen hatte ich, dass das Museum eine echte Schatzkammer für Porträts des 18. und 19. Jahrhunderts ist. Repräsentative Herrscherbildnisse in Öl und wunderschöne Pastellporträts von den Mitgliedern der fürstlichen Familie Hessen bei Rhein hängen an den Wänden. Scherenschnitte aus der Goethezeit, eine Sammlung mit Porträtminiaturen gibt es zu sehen. Vieles davon ist sehr schön anzuschauen. Als botanisch interessierte Kunsthistorikern sind mir das Porträt eines kleinen Prinzen neben einem Orangenbäumchen im Topf und das Bildnis einer Prinzessin mit einem Blumengesteck im Hintergrund in Erinnerung geblieben. Faszinierend fand ich auch das Brustbildnis eines Mannes mit Brille, bei dem es sich wohl um das Selbstbildnis des Darmstädter Hofmalers Johann Christian Fiedlers handelt.

Leider ist keines der ausgestellten Bilder beschriftet und in der Führung wurden keine Namen genannt. Die Führung war dennoch kurzweilig und interessant. Unterhaltsam erzählte die Führerin vom Schloss und seinen Bewohnern und vom Leben am Darmstädter Hof. Unsere Gruppe folgte den Erzählungen mit sichtlicher Freude. Doch so ganz glücklich war ich damit nicht. Was sicher auch an meiner eigenen Arbeit und an meinem Interesse an Porträts liegen mag. Ich hatte einige Schwierigkeiten mit dem Ton, in dem die Führung gehalten wurde. Mir war die Erzählweise manchmal ein wenig zu locker und zu flapsig. Der ironische Ton, der immer wieder durchschlug war für den Moment sicher erheiternd, wurde aber den Objekten und den Personen, die damit verbunden sind, nicht immer gerecht. Bei meinen eigenen Führungen werde ich künftig darauf achten.

Bedauerlich fand ich vor allem, dass in der Führung Porträts wohl erwähnt, aber nie auf die Bilder als Kunstwerke eingegangen wurde. Tatsächlich sind nur wenige der ausgestellten Bilder Meisterwerke, aber dennoch kann man ihnen viel mehr entlocken als nur die Frage: Sahen sie denn wirklich so aus? Nein, sie nahen natürlich nicht so aus, weil Porträtmalerei ein kompliziertes Geschäft war, bei dem der Maler viel zu beachten hatte. Mit den ausgestellten Porträts ließen sich ganz wunderbare Kunstgeschichten erzählen, in die sich auch Fiedlers Bildnis hervorragend einfügen ließe. Fiedler war ja Porträtmaler und hat sich offenbar bei seiner Arbeit, dem genauen Hinschauen dargestellt.

Das schönste Porträt in der Sammlung ist das Bildnis der Zarin Maria Alexandrova, Gemahlin von Zar Alexander II. Leider ist das Bild zur Zeit ausgeliehen.Es ist riesengroß und zeigt eine wunderschöne Frau in Abendrobe und Perlen.

Gemalt hat das Bild der aus Freiburg stammende Franz Xaver Winerhalter, einer der begehrtesten Portätmaler in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Selbst Menschen, die sonst nur wenig mit Kunst anfangen können, kennen seine Bilder der Kaiserin Elisabeth von Österreich (Sisi). Warum er so begehrt war, ist unschwer zu erkennen. Wie ein guter Portätfotograf heute, wußte er genau, wie man Frauen inszenieren musste, um sie schön, begehrenswert und königlich zugleich aussehen zu lassen. Kleider, Haare. Acessoires, Licht, all diese Elemente setzte er geschickt ein, um seine Modelle strahlen zu lassen. Männer hat er auch gemalt, aber die meisten Aufträge erhielt er für Bildnisse von Frauen.

Wenn man das Bildnis der Zarin betrachtet, weiß man auch wieso. Unsere Führerin zweifelte aber offenbar an der künstlerischen Qualitäten des Zarinnenporträts. Ihrer Meinung nach gab es damals auch andere, ähnlich gute Porträtmaler. Ihr zufolge war Winterhalter allein deshalb so erfolgreich, weil er die Modelle schöner wiedergab als sie tatsächlich waren. Ich denke, das ist etwas zu einfach gedacht und zeigt vor allem wie schwierig es sein kann, Bildnisse nicht allein vom Standpunkt der vermeintlichen Ähnlichkeit heraus zu betrachten.

Denkt man diesen Gedanken nämlich weiter, dann würden all die ausgestellten Porträts lügen, weil sie die Person nicht so wahrheitsgetreu wiedergeben wie ein Spiegelbild. Wenn ich aber inzwischen eines über Porträts weiß, dann dies: Porträts sind keine Spiegelbilder. Und so erzählt auch das Zarinnenporträt vielleicht viel mehr über Winterhalters künstlerische Vorbilder aus dem 18. Jahrhundert, dem Barock und der Renaissance und damit etwas über das eigene Kunstverständnis und das seiner Zeit. Und es erzählt davon, wie Zarin Maria gerne sein wollte. Sie war bereits an Tuberkulose erkrankt als das Bild entstand, was man in ihrem ernsten Gesichtsaudruck vielleicht sehen kann. In diesem Zusammenhang ist ihr weißes Kleid eben nicht nur modische Garderobe und das Gewand einer Göttin sondern das Kleid einer Verstorbenen und die Perlen stehen für vergossene Tränen. Denn für die Hinterbliebenen, die sich mit dem Bild an eine abwesende Person erinnern wollen, werden Porträts bis heute angefertigt.

Auf Winterhalters Bild geht es um Flüchtigkeit und di Kürze des menschlichen Lebens, um lebendige Schönheit und nahenden Tod. Winterhalter war ein Modemaler. Aber war auch ein echter Künstler, der sehr viel davon verstand, worum es in der Malerei geht.

Geplant ist, die Dauerausstellung im Museum völlig neu zu konzipieren, so dass Besuche künftig auch ohne Führungen möglich sind. Bestimmt gibt es dann auch Beschriftungen für die ausgestellten Objekte. Vorher werde ich aber noch einmal hingehen, um mir das Porträt der russischen Zarin im Original anzuschauen.

 

 

 

 

 

1 Kommentar 21.11.14 15:52, kommentieren

Männer im Museum


Vorgestern habe ich zum ersten Mal durch den Block Beuys geführt. In meinen bisherigen Führungen kam Beuys zwar vor - etwa die beiden an die Wand gelehnten Leinwandbilder, um zu erklären wie die Rückseite eines Gemäldes aussieht. Doch wirklich eingelassen habe ich mich auf diesen Teil der Sammlung bisher nicht. Was ich inzwischen bedaure, denn das Einarbeiten hat viel Spaß gemacht. Es war fast so ein bischen wie die Entdeckung eines neuen (Kunst)Kontinents.

Obwohl die im Block Beuys versammelten Objekte für "neue Kunst" schon recht alt sind - der Block wurde 1970 im Museum erstmals gezeigt und die Objekte selbst stammen größtenteils aus den 1950er und 1960er Jahren - wirken die Arbeiten immer noch fremdartig, unzugänglich und provozierend. In den letzten Wochen habe ich immer wieder Ausrufe wie "Scharlatan", "dafür würde ich kein Geld ausgeben" oder "Verarschung" gehört. Das ist einerseits verständlich, weil sich die ausgestellten Dinge allen Kategorien widersetzen, die sonst im Museum gültig sind und weil sie sich ohne Erläuterungen tatsächlich kaum zu verstehen sind, selbst wenn man für Ungewohntes offen ist. Aber es ist auch bedauerlich, weil eine Auseinandersetzung mit dem Block Beuys spannend sein kann und zur Beschäftigung mit der Nachkriegsvergangenheit und dem Unbehagen an der Wirtschaftswunderzeit herausfordert.

Um so angenehmer war es nun, eine Gruppe durch die Sammlung zu führen, die offenbar keine Berührungsängste hatte und die sich neugierig auf Beuys und meine Erklärungsversuche eingelassen hat. Sie hatten mir sogar ein Bild mitgebracht, das den Komponisten John Cage vor dem Mastodon im HLMD abbildet.

In der gleichen Pose hatte sich ja 1979 der Meister selbst auf dem Plakat "Kunst = Kapital" darstellen lassen.

 

Warum hat Cage wohl diese Pose gewählt? Cage und Beuys kannten sich und Cage dürfte auch das Plakakt gekannt haben. Im Unterschied zu Beuys lacht Cage jedoch den Betrachter an. Er ist fröhlich und nimmt die ganze Situation wohl auch nicht so ernst. Als Museumsbesucher lässt er sich vor einem der spektakulärsten Exponate fotografieren. Ob der Fotograf vielleicht im Sinn hatte, das beuyssche Vorbild zu wiederholen und auf diese Weise eine geistige Verbindung zwischen den beiden Künstlern aufzuzeigen, wer weiß...

Auf jeden Fall waren Cage und Beuys nicht die Einzigen, der sich vor den Skeletten der vorgeschichtlichen Abteilung haben fotografieren lassen. 1986 nutzte Martin Kippenberger die Museumssammlung ebenfalls für ein Foto, das eine Einladung zur Ausstellungseröffnung schmückt.

Unter dem Titel "Miete Strom Gas" hat Kippenberger sich vor dem rekonstruierten Skelett eines Riesenhirsches im HLMD fotografieren lassen. Kippenberger variierte die von Beuys vorgegebene Ausgangssituation. An Stelle der "Hörner" ragen bei ihm die mächtigen Geweihschaufeln über Kopf und Schultern. Dennoch ist die Verbindung zum Vorbild durchaus zu erkennen. Zumal der Hirsch ja eines der Tiere ist, die in Beuys Werk häufiger vorkommen, etwa in der "Szene aus der Hirschjagd" im zweiten Raum des Block Beuys.

Kippenberger und Cage, zwei berühmte Künstler zu Besuch im HLMD auf den Spuren von Beuys und bei der Erforschung der paläontologischen Sammlung. Die Bilder zeigen einmal mehr, dass Museen keine statischen oder in sich geschlossenen Einrichtungen sind, sondern dass sie mit ihrem Publikum weiter entwickeln und gelegentlich sogar zum inspirierenden Arbeitsort werden können.

 

 

13.11.14 11:17, kommentieren

Persephone

In meinem letzten Eintrag habe ich über die Bilder nachgedacht, die Michael Ballhaus und Martin Scorsese für ihre Gestaltung der Geschichte von Lazarus und Jesus gefunden haben. Beim weiteren Nachdenken über den Film und seine Bilder bin ich  auf ein Gemälde von Frederick Lord Leighton in der Leeds Gallery of Art gestoßen, das wunderbar zu einigen Einstellungen des Films passt - Leighton ist übrigens der Maler, der auch das schöne Porträt der Nanna Risi gemalt hat, das letztes Jahr in Wiesbaden ausgestellt war (vgl. Blogeintrag vom 20.1. 2014). 

Ganz ählich wie im Film ist auf Leightons Bild eine Höhle zu sehen, an deren Eingang eine Gestalt wartet. Wie im Film wurde eine Sicht aus dem Inneren der Höhle auf den Eingang gewählt. Aus der Tiefe der Höhle kehrt ein junges Mädchen zurück, das von einem Mann begleitet wird. Die Frau am Eingang ist die Göttin Demeter, die mit ausgebreiteten Armen ihre Tochter Persephone empfängt. Der Mann an Persephones Seite ist der Gott Hermes, der Begleiter der Seelen im Totenreich. Dem griechischen Mythos zufolge wurde Persephone von Hades, dem Gott der Unterwelt verschleppt. Er gab ihr die zauberkräftigen Kerne des Granatapfels zu essen, die bewirkten, dass sie in der Unterwelt alsGemahlin des Hades bleiben musste. Auf Drängen Demeters wurde der Zauber jedoch gemildert und Persephone durfte für einen Teil des Jahres bei ihrer Mutter an der Erdoberfläche verbringen.

Film und Bild erzählen nun im Prinzip die gleiche Geschichte von einer Rückkehr aus dem Totenreich. In beiden Arbeiten geht es um den Kontrast zwischen gleißendem Tageslicht und der schwarzen Höhle, von der grenze zwischen der Welt der Lebenden und der Toten und um die Gefühle der Hinterbliebenen, die sich die Verstorbenen zurück wünschen. In diesen Punkten sind Bild und Film sich ganz ähnlich. Doch Leighton konzentriert sich ganz auf den glücklichen Moment der Begegnung zwischen Mutter und Tochter. Dass es sich um eine Rückkehr auf Zeit handelt, wird auf dem Bild nicht deutlich.

Im Film musste Lazarus den Weg an die Oberfläche alleine finden. Die einzige Hilfe sind die Worte Jesus und seine helfende Hand auf den letzten Metern. Im Unterschied zur Göttin Persephone ist er wirklich gestorben, sein Weg dürfte demnach länger und schwieriger gewesen sein als der von Persephone. Im Unterschied zur Demeter auf dem Bild wird Jesus im Film von verschiedenen Gefühlen beherrscht. Er ist überrascht, dass es ihm gelungen ist, den Toten zurück zu holen, aber er ist sich auch nicht sicher, was für ein Wesen Lazarus er nun eigentlich zurück geholt hat.

In gewisser Hinsicht geht es Lazarus und Persephone jedoch ähnlich: Beide sind in die Welt der Lebenden mit dem Wissen zurückgekehrt, dass ihre Zeit an der Oberfläche begrenzt ist. Beide wissen, was sie danach erwartet. Sie haben in das Totenreich geschaut und können die Erinnerungen daran nicht mehr abschütteln. Lazarus wird im Film als Mensch gezeigt, der glücklich ist wieder unter den Lebenden zu sein. Doch wirkt er in späteren Szenen abwesend und in sich gekehrt, am Leben, aber nicht wirklich lebendig. Im Film bleibt offen, ob man ihm mit der Rückkehr ins Leben tatsächlich einen Gefallen getan hat.

Vielleicht hat Kameramann Michael Ballhaus Leightons Bild als Vorlage für seine Inszenierung verwendet und vielleicht ist auch eine Erinnerung an das Bild von persephone und Demeter beabsichtigt. Denn über die formalen Ähnlichkeiten hinaus, teilen Lazarus und Persephone auf jeden Fall ein ganz ähnliches Schicksal.

 

 

1 Kommentar 6.11.14 13:11, kommentieren

Lazarus


 Letzte Woche lief auf Arte "Die letzte Versuchung Christi". Damals 1987 hatte ich mir den Film im Kino nicht angesehen, aber viel darüber gehört. Ich erinnere mich noch, dass die Religionslehrer (evangelisch) meiner Schule Bemerkungen über Johannes den Täufer und seine merkwürdige Kommune gemacht haben. Aber so skandalös wie er in den USA diskutiert wurde, fanden sie ihn wohl  doch nicht. Tatsächlich ist der Film in dieser Hinsicht angenehm gealtert. Über die Vorstellung, dass Jesus vielleicht eine Eheleben hatte und Kinder, können wir heute Zeiten von Dan Brown und anderen nur müde lächeln. Und so war für mich der Traum von Jesus am Kreuz auch nicht der Grund, diesen Fim anzuschauen. Tatsächlich bin ich - bis auf eine Ausnahme - auch keine besondere Freundin der Filme von Martin Scorsese. Im allgemeinen finde ich sie sehr brutal und zu sehr von einem männlichen Standpunkt aus gefilmt.

Doch hat Scorsese bei einigen Filmen mit dem wunderbaren Kameramann Michael Ballhaus zusammen gearbeitet, dessen Werk ich wirklich bewundere. Aus diesem Grund habe ich mir den Film angeschaut. Ich wurde nicht enttäuscht. Es gibt viele großartige Bilder in diesem, an tollen Bildern so reichhaltigen Film. Viele Szenen sind an berühmten Gemälden entlang komponiert, von Hieronymus Bosch etwa oder Raffael. Am meisten beeindruckt hat mich jedoch die Sequenz in der Jesus Lazarus ins Leben zurückholt. Scorsese und Ballhaus haben für diese Geschichte Bilder gefunden, die sich im meinem Kopf regelrecht festgesetzt haben und für die ich in der Malerei und anderen Kunstgattungen bisher nichts Vergleichbares gefunden habe.Tatsächlich wurde die Geschichte vom toten Lazarus in der Malerei häufig dargestellt. In den römischen Katakomben finden sich frühe Beispiele, Rembrandt, Caravaggio und andere Künstler haben sich daran versucht. Meist steht Jesus neben dem Leichnam und zeigt darauf, während Lazarus mit Merkmalen des Todes und des wieder beginnenden Lebens dargestellt wird.

Scorseses Film hingegen konzentriert sich auf das, was in dem Zeitraum passiert, nachdem Jesus Lazarus aus dem Grab zurückgerufen hat. In der deutschen Synchronisierung sagt Jesus. "Lazarus, komm zurück". Jesus steht vor den  Eingang der Grabeshöhle. Die Kamera filmt seinen Kopf von hinten vor dem schwarzen Höhleneingang und kommt immer näher. Das Schwarz, in das man gemeinsam mit Jesus hinein schaut ist undurchdringlich. Man bekommt einen Eindruck davon, dass Jesus nicht einfach nur in ein Grab hineinblickt, sondern drüber hinaus tatsächlich  in das Reich des Todes, in das Jeseits schaut - und das er vielleicht sogar mehr sieht als die Betrachter. Danach wechselt die Perspektive. Nun sieht man Jesus vom Inneren der Höhle aus im Gegenlicht des hellen Tages aus der Perspektive des Lazarus. Jesus setzt sich an den Eingang und beginnt zu warten. Man hört nur das Summen der Fliegen, die die Anwesenheit des Todes bestätigen. Erst nach einer für die Betrachter sehr langen Zeit greifen Lazarus bandagierte Finger nach Jesus. Eine Schrecksekunde wie aus einem Horrorfilm und eine Situation, die auch Jesus vollkommen überrascht, selbst er hat damit nicht gerechnet.

Jesus zieht Lazarus aus der Grabhöhle. Lazarus zeigt Anzeichen der verwesung unter den Bandagen, aber auch frisches Blut an den Fingern. Hat er sich aus der Höhle, aus dem Totenreich und dem Grab freigegraben? Wie ist er überhaupt zurückgekommen? Wo ist er gewesen? Er muss weit weg gewesen sein, wenn er so lange gebraucht hat, um auf Jesus Ruf zu reagieren.

Die Frage, wo Lazarus war, klärt der Film nicht. Aber er stellt sie in diesem Film so überraschend neu, dass man nicht drum herum kommt, sich noch einmal Gedanken zu machen über die so bekannte Geschichte aus dem Neuen Testament.

 

 

1 Kommentar 28.10.14 11:09, kommentieren

Mönch im Garten

 Am vergangenen Wochenende habe ich in einer ruhigen Stunde ein wenig in einem Antiquariat gestöbert. Eigentlich wolle ich gar nichts kaufen, aber weil die Bücher nicht teuer waren habe ich einen Ausstellungskatalog über den amerikanischen Maler Howard Kanovitz mitgenommen und einen kleinen Bestandskatalog der Gemäldesammlungen des Herzog Anton Ulrich-Museums in Braunschweig. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich dieses Museum noch nie besucht habe, obwohl ich natürlich weiß, was für wundervolle Bilder in diesem Museum auf Besucher warten.

Gekauft habe ich den Katalog vor allem, weil mir darin ein spätmittelalterliches Andachtsbild aus dem späten 15. Jahrhundert aufgefallen ist, das mich der Gartendarstellung wegen sehr interessiert. Ein Schwerpunkt meiner Tätigkeit als Autorin liegt ja auf dem Gebiet der mittelalterlichen Gärten. So bin ich auch immer auf der Suche nach neuen Bildern und das Braunschweiger Diptychon kannte bis zu diesm Samstag in der Buchhandlung überhaupt nicht.

Bei dem Braunschweiger Diptychon handelt sich um zwei Bilder, die durch Scharniere am Rahmen miteinander verbunden sind (daher die Bezeichnung Diptychon). Auf dem einen Bild sind Maria, ihre Mutter Anna und das Jesuskind dagestellt, auf der anderen Seite kniet ein Mönch in Begleitung der heiligen Barbara. Die weiße Kutte kennzeichnet den Mönch als Angehörigen des Kartäuserordens. Dazu passt auch die heilige Barbara, die von den Kartäusern besonders verehrt wurde. Mönch, Heilige und die besondere Form des Diptychon geben einige Hinweise auf den Gebrauch und die Herkunft des Bildes.  Diptychen wurden als Andachtsbilder für das Gebet genutzt. Manche wurden in Privatkapellen aufgestellt, andere aber auch in privaten Wohnungen und einige offenbar auch in Klosterzellen. Dies dürfte bei dem Braunschweiger Bild der Fall gewesen sein. Auch wenn Katalog und Beschreibungen keinen Hinweis über Herkunft des Bildes geben, ist doch anzunehmen, dass der dargestellte Mönch das Bild bei dem unbekannten Maler, der heute nach diesem Bild als "Meister des Braunschweiger Diptychon" bezeichnet wird, in Auftrag gegeben hat. Ob das relativ kleine Werk - es ist kaum höher als 35 cm - einmal seine eigene Klosterzelle schmückte - oder an einem anderen Ort aufbewahrt wurde ist nicht mehr zu rekonstruieren. Auf jeden Fall passt die Darstellung mit dem prächtigen Garten perfekt zu den Kartäusern, weil in diesem Orden die Beschäftigung mit dem Garten bis heute eine große Rolle spielt.

Solche Diptychen kann man zusammenklappen wie ein Buch oder eine Mappe. Tatsächlich hat sich mit der Darstellung des heiligen Bavo ein Bild auf der Rückseite der Tafeln erhalten, die zu sehen war, wenn das Bild geschlossen war. Was mit dem anderen Bild passiert ist, wissen wir nicht. Die Diptychon-Innenseiten waren auf jeden Fall nicht ständig zu sehen. Die Tafeln wurden auch nicht aufgehängt, sondern nur zu besonderen Gelegenheiten aufgestellt.

Spannend für mich ist nun, dass die beiden Innenseiten einen zusammenhängenden Garten wiedergeben, der im Hintergrund von einem Hof, Gebäuden, einer Mauer mit geöffnetem Tor, einer Landschaft und blauem Himmel abgeschlossen wird. Im Hof wächst ein einzelnes zierliches Bäumchen in einem runden Beet. Links neben er Mauer befinden sich drei, etwas erhöhte rechteckige Beete. Die heilige Anna sitzt auf einer gemauerten Rasenbank, während Tochter und Enkel es sich auf dem bunten Blumenrasen bequem gemacht haben . Auf der Rasenbank steht ein einzelner Blumentopf mit Nelken, die von einer Stütze umgeben sind, die die Blüten in Form hält. Solche Blumentöpfe mit Wuchshilfen kann man auf vielen mittelalterlichen Bildern finden, sie sind ein Hiweis wie wirklichkeitsnah spätmittelalterliche Bilder im Detail sein können. Überhaupt verraten derartige Heiligendarstellungen viel über die Gartenbegeisterung der damaligen Zeit und darüber, wie die Menschen ihre Gärten damals nutzten. Lässt an nämlich für einen Moment ausser Acht, dass es sich bei den beiden Frauen und das Kind um die heilige Familie handelt, sieht man lediglich zwei vornehm gekleidete Damen, die sich im Garten eines Schlosses oder einer Burg vergnügen. Die ältere liest in einem Buch, die jüngere spielt mit ihrem Kind. Der Garten scheint in weiblicher Hand zu sein, Männer - wie etwa ier Mönch - sind nur Besucher. Man pflegte einzelne Gewächse in Blumentöpfen, legte Beete an und nutzte auch Bäume als Zierpflanzen. Einen schön gepflegten Rasen wusste man offenbar bereits damals zu schätzen und man hatte nichts dagegen, dass im Rasen bunte Blumen wuchsen. In einer Zeit in der es fast  keine Gartenmöbel gab, setzte man sichauf den Rasen - oder wenn man nicht mehr ganz so beweglich war, nutzte man die Rasenbank, ein typisch mittelalterliches Ausstattungsstück, das seit dem 13. Jahrhundert belegt ist und inzwischen wieder viele Anhänger gefunden hat.

20.10.14 13:32, kommentieren

Leopardenfell

Bei meinen Streifzügen durch die Stadt ist mir in der letzten Zeit ein Detail der weiblichen Kleidung augefallen: Leopardenfellmuster sind offenbar sehr angesagt. Es gibt kaum ein Kleidungsstück, das nicht auch in einer Leoversion erhältlich wäre: Oberteile, Unterwäsche, Taschen, Schuhe, Schals und Strümpfe, alles was das Herz begehrt - oder eben auch nicht. Warum ausgerechnet das Leopardenfellmuster zur Zeit so begehrt ist, weiß ich natürlich auch nicht.

Ich finde den Trend dennoch bemerkenswert, weil das Leopardenfell schon seit sehr langer Zeit Bestandteil der (weiblichen) Kleidung ist und weil es unterschwellig bis heute mit bestimmten Eigenschaften besetzt ist. Jede Trägerin hat sicherlich gute Gründe, sich mit dem Fell eines so schönen Tieres zu bekleiden. Leoprint steht den meisten Personen, unabhngig von Haut- oder Haarfarbe. Die Farben sind nicht zu bunt, das Muster ist attraktiv, für die meisten Kleidungsstücke muss kein Tier mehr sterben - oder zumindest keine bedrohte Art. Kleine Mädchen in Leopardenfelljacken oder Babys mit Leopardenmützchen sehen unbestreitbar niedlich aus - kleine kuschelige Kätzchen eben. Doch stellt sich bei mir in diesem Punkt auch ein leises Unbehagen ein...

Tatsächlich war das Leopardenfell nämlich nie ein Muster wie Schottenkaros oder Polkadots, das für Alltagskleidung bedenkenlos einsetzbar ist, weil es mit positiven Assoziationen wie Landleben, College, nostalgischen Gefühlen oder konservativen Werten vereinbar ist. Leopardenfell war und ist  - meiner Meinung nach - immer noch ein Statement für eine bestimmte Lebenseinstellung. Rock 'n' Roller wie Chuck Berry oder Keith Richards drückten mit dem Tragen von Leopardenfelljacken oder Schuhen in den 50er, 60er und 70er Jahren ihre eigene Wildheit und Unangepasstheit aus. Auch Frauen, die Leopardenfell in dieser Zeit trugen, wichen von der Norm ab. In gewissem Maße ist das bis heute auch so geblieben - man denke etwa an Kate Moss.

Mäntel, Jacken, Hüte aus echtem Leopardenfell konnten sich nur wenige Menschen leisten. So blieb der Leopardenfellmantel lange Zeit den Reichen und Schönen vorbehalten, Filmstars und Operndiven schmückten sich damit - und die Damen der Halbwelt. Das Leopardenfell zeigte den sozialen Status der Trägerin an. Als man anfing das prestigeträchtigen Leopardenpelz auf Stoffe zu drucken, verlor das Leopardenfellmuster viel von seiner Bedeutung als exklusives Luxusgut. Geblieben ist die deutliche sexuelle Symbolik, die Verbindung zur Halbwelt und die manchmal "nuttige" oder "billige" Anmutung bestimmter Kleidungsstücke (was auch daran liegen mag, dass viele Stücke in den "Billigketten" angeboten werden).

Die Optik des Leopardenfells jedoch - sei es nun echt oder ein Fake - überträgt in jedem Fall etwas von den Eigenschaften der Wildkatze auf die Trägerin. Traditionell werden dem Leoparden Eleganz, Schönheit, Mut, Verspieltheit und Stärke zugeordet - wer wäre das nicht gerne alles. Zu den negativen Eigenschaften des Leoparden zählen aber auch Wildheit und Grausamkeit, Aggressivität und sexuelle Freizügigkeit, die sich mit konservativen weiblichen Lebensentwürfen nicht so leicht in Deckung bringen lassen. Diese Verknüpfungen sind sehr alt und lassen sich über Darstellungen von Frauen in  Filmstills, Pinups und Fotografien, die Malerei über die Jahrhunderte bis in die Antike zurück verfolgen. Zu allen Zeiten hat man schöne, begehrenswerte Frauen mit Leopardenfellen oder lebendigen Exemplaren gemeinsam dargestellt.

Einen Ursprung hat diese Kombination in den Mythen und Bildern der griechisch-römischen Antike und im Kult des griechischen Gottes Dionysos. Dionysos oder Bacchus, wie er in Rom genannt wurde, trägt auf den alten Bildern, Mosaiken oder Vasen ein Leopardenfell, reitet auf Leoparden oder fährt in von Leoparden gezogenen Wagen. Auch seine Begleiterinnen, die wilden Bacchantinnen trugen Leopardenfelle. Die Bacchantinnen huldigten ihrem Gott, indem sie Wein tranken und wilde Feste - Bacchanalien - feierten bei denen es im Rausch zu sexuellen Handlungen kam, Tiere zerrissen und in Einzelfällen Menschen getötet wurden.

 

Meine Lieblingsmalerin Elisabeth Vigée Le Brun hat im späten 18. Jahrhundert ein Bild von einer solchen Anhängerin des Bacchus gemalt. Das Modell war die damals für ihre Schönheit und ihren unangepassten Lebenswandel ebenso geschmähte wie bewunderte Emma Hart. Sie war die Geliebte und spätere Ehefrau des englischen Gesandten am Hofe des Königs von Neapel, Lord William Hamilton. Emma und William führten eine skandalöse Beziehung, weil Hamilton noch verheiratet war, als Emma bei ihm einzog. Die spätere Ehe der beiden galt als nicht standesgemäß. Vigée Le Brun kannte ihre Geschichte und baute sie in das Bild mit ein. Sie hat Emmal in ein hauchdünnes durchscheinendes Gewand gehüllt, das ihre Reize betont. Das offene Haar und der Weinkelch versprechen kommende Atraktionen, aber auch Gefahren, denn das Leopardenfell auf dem die Schöne liegt, hat besonders große Zähne und Krallen. "Achtung vor dem Raubtier" scheint das Bild zu sagen.

"Achtung vor dem Raubtier", gilt das immer noch für die Kleidungsstücke, die in den Läden ausliegen? Oder ist das Leoprintmuster nur noch ein witziges Zitat, eine Ironisierung eines uralten Stilmittels, das inzwischen sogar die Kopftücher betagter Muslimas schmückt? Oder steckt in den Flecken des Leoprints immer noch etwas von den ursprünglichen Eigenschaften des Leoparden? Aber für wen ist diese Aussage dann bestimmt? Für Passanten, Freunde, Ehemänner, Liebhaber oder Chefs? Wenn die Frauen die Rolle der Raubkatze spielen, welche Rolle haben dann die Männer in diesem Spiel? Sind sie Jäger, Dompteure? Und ist die Frau im Leopardenfell dann Jagdtrophäe oder ein wildes Tier, das man zähmen kann oder sogar muss?

Und was bedeutet dies alles die kleinen Träger von Kinderjacken und Babymützchen?

 

1 Kommentar 14.10.14 14:14, kommentieren

Tote Menschen im Museum

Die ägyptische Sammlung gehört zu den Teilen des HLMD, die vor der Schließung des Museums bis auf wenige Ausnahmen nicht zu sehen war. Nun ist die kleine, aber feine Sammlung über die ins Untergeschoss führende Wendeltreppe im Saal mit dem Bad Vilbeler Mosaik zu erreichen.

Höhepunkt der Abteilung sind gewiss die beiden Mumien, von denen das das Museum ursprünglich sogar noch mehr besaß: Die Mumie eines Priesters wurde jedoch in der Brandnacht 1944 zerstört. Von ihr ist nur die bunt bemalte Kartonage erhalten, die hinter Glas unter einer Sternenkuppel ausgestellt ist. Die Mumie eines Ibis befindet sich in einer kleinen Nische daneben. Eine weitere Mumie in einem reichlich lädiertem Holzsarkophag lehnt scheinbar beiläufig am Ausgang des Saales. Nichts deutet darauf hin, dass es sich um etwas Besonderes handelt. Tatsächlich wissen wir recht wenig über ihre Herkunft und Geschichte. Über die Jahrhunderte haben Sarkophag und Mumie sehr gelitten und wurden mehrfach restauriert. Dabei wurde in den Sarkophag auch das kleine Fenster geschnitten, durch das man auf den darin ruhenden in Binden gehüllten Körper schauen kann.

Zu sehen ist der Leichnam einer Frau aus ptolomäischer Zeit, also jener Epoche in der Ägypten unter römischer Herrschaft stand. Wer die Frau war und wie sie hieß, wissen wir nicht, auch nicht, zu welchem Zeitpunkt ihre Überreste Ägypten verlassen haben. Erste Nachrichten haben wir aus Köln, wo sie im Zeughaus der Stadt lagerte. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts erwarb der Kölner Sammler Baron von Hüpsch Mumie und Sarkophag zusammen mit Waffen und Rüstungen. Er stellte sie in einer gläsernen Vitrine im Flur seines Hauses aus. Da Hüpsch seine gesamte Sammlungen dem Großherzog von Hessen bei Rhein vermachte, kam die Mumie zu Beginn des 19. Jahrhunderts nach Darmstadt. Aus Dokumenten wissen wir, dass der Sarkophag damals noch Spuren von grüner, blauer und schwarzer Bemalung aufwies und das Gesicht der Toten stark zerstört war. Die schlimmsten Schäden wurden damals repariert und großzügig ergänzt.

Was hat Menschen wie den Baron wohl damals umgetrieben, sich ausgerechnet den über 2000 Jahre alten Leichnam einer Frau in seine Wohnung zu holen? Bekannt ist, dass Mumien speziell im 19. Jahrhundert nicht nur Forschungsobjekte waren, sondern auch Reisesouvenir und Statussymbol. In England gab es regelrechte Partys, auf denen man Mumien auswickelte. Aber warum stellen wir tote Menschen heute immer noch aus? Eigentlich sollten wir es doch inzwischen besser wissen. Die Frage ist nicht nur rhetorisch gemeint. Tasächlich gehen amerikanische Musen mit menschlichen Überresten heute sehr vorsichtig um und tendieren generell dazu, sterbliche Überreste zu bestatten. In Europa behandelt man dieses Problem etwas lockerer, aber generell ist zu erkennen, dass man auch bei lange Verstorbenen aus fremden Kulturen, besondere Vorkehrungen trifft, um den Toten ihre Würde zu lassen. Vor diesem Hintergrund mutet es fast ein wenig merkwürdig an, dass ausgerechnet die Kartonage der verbrannten Mumie wunderschön in einer Vitrine präsentiert wird, während die tote Frau einfach so an die Wand gestellt wurde. Gewiss ist der Sarkophag nicht von höchstem künstlerischen oder archäologischen Wert, aber dennoch handelt es sich ja um eine Verstorbene. Tatsächlich ist die Frauenmumie jedoch nicht die einzige Tote, die ihre letzte Ruhe im Museum gefunden hat. In der Abteilung der Vor- und Frühgeschichte sind Grabzusammenhänge mit menschlichen Skelettresten ausgestellt, in der Zoologie ebenfalls und auch in der Mittelallterabteilung dürften menschliche Überreste in Form von Reliquien zu finden sein.

Ausserdem hat man bis weit ins 19. Jahrhundert hinein Mumien nicht nur aus Neugier und wissenschaftlichen Gründen nach Europa geholt, sondern auch für medizinische Zwecke. Jahrhundertelang galt aus Mumien gewonnenens "Mumia" als Heilmittel gegen alle möglichen Gebrechen. Selbst als man begann, die Heilkraft der Substanz anzuzweifeln, führten Apotheken weiterhin Mumie aus einem bestimmten Grund: mit Mumie heilte man nicht nur, sondern man konnte damit auch malen. Aus dem Pulver gewann man einen schönen, satten Braunton, auf den Maler auch im späten 19. Jahrhundert trotz der praktischen Ölfarben aus der Tube nicht verzichten wollten. Die Forschung kennt einige Künstler, die Mumienpulver in ihren Bildern verarbeiteten. Dazu gehört etwa die Malerin Angelika Kauffmann und dazu gehört auch Arnold Böcklin, der mit seinen Bildern im HLMD vertreten ist. Wer weiß, vielleicht hat er ja auch seine berühmte "Prometheus-Landschaft" mit Mumie gemalt.

Vor diesem Hintergrund spielt es eigentlich keine große Rolle, ob die Mumien im Museum weggeschlossen werden. In der Gemäldegalerie sind sie so oder so in den Schattenpartien und dunklen Teilen der Bilder anwesend.

 

 

 

 

 

 

6.10.14 17:59, kommentieren